Vision
Unsere Vision: Europas Firmen KI-fähig machen, ohne Kontrollverlust
Wir betreuen als Schweizer IT-Dienstleister Unternehmen im Tagesgeschäft, und dort kommt immer wieder dieselbe Frage: Wie nutzen wir KI, ohne die Kontrolle über unsere Daten und unsere Kosten abzugeben? Wie verbreitet dieses Zögern ist, zeigen die Zahlen: 2025 nutzten 20,0 % der EU-Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI-Technologien, bei kleinen Unternehmen waren es 17 % (Eurostat).
Kurz gesagt
- 2025 nutzten 20,0 % der EU-Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI-Technologien, nach 13,5 % im Jahr 2024 (Eurostat, veröffentlicht im Dezember 2025).
- Die meistgenannten Gründe gegen den Einsatz von KI sind fehlendes Fachwissen (70,9 %), unklare rechtliche Folgen (52,5 %) und Bedenken beim Datenschutz (48,8 %); Eurostat-Erhebung 2025.
- EU-Cowork ist ein dünner Fork von LibreChat und steht unter MIT-Lizenz: kein Seat-Limit, kein Branding-Zwang, Self-Hosting gratis ab einem Nutzer. Die Lizenz hängt nicht an der Zahl der Arbeitsplätze.
- Zum Angebot der Herr Informatik GmbH gehören Schulungen und Schulungsunterlagen, vom ersten Prompt bis zu Auswertungen in Excel und Präsentationen in PowerPoint.
- EU-Cowork befindet sich im Aufbau; der Zugang zur gehosteten Schweizer Instanz läuft heute über die Warteliste.
Europas Unternehmen zögern bei KI, und die Gründe sind rational
2025 nutzten 20,0 % der EU-Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI-Technologien, nach 13,5 % im Jahr 2024. Bei kleinen Unternehmen liegt der Anteil bei 17 %. Die Spanne zwischen den Mitgliedstaaten reicht von 42,0 % in Dänemark bis 5,2 % in Rumänien. Quelle: Eurostat, veröffentlicht am 11. Dezember 2025.
In Deutschland nutzten 2025 23 % der Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten KI-Technologien, bei 50 bis 249 Beschäftigten waren es 36 % und ab 250 Beschäftigten 57 % (Statistisches Bundesamt). Das Muster wiederholt sich in jeder Statistik: Je kleiner das Unternehmen, desto seltener der Einsatz.
Die Gründe, die Unternehmen selbst angeben, sind keine Technikfeindlichkeit, sondern praktische Hürden.
| Grund | Anteil der Nennungen |
|---|---|
| Fehlendes Fachwissen im Unternehmen | 70,9 % |
| Unklarheit über die rechtlichen Folgen | 52,5 % |
| Bedenken bei Datenschutz und Privatsphäre | 48,8 % |
| Technologie als nicht nützlich eingeschätzt | 20,7 % |
Wir lesen daraus vier Bremsen. Die erste sind die Kosten: Ein Preis pro Arbeitsplatz fällt an, bevor irgendein Nutzen entstanden ist. Die zweite ist fehlendes Wissen, nicht fehlendes Werkzeug. Die dritte ist die Unklarheit darüber, was erlaubt ist und wer im Zweifel haftet. Die vierte ist fehlendes Vertrauen in Dienste, deren Betrieb und Datenwege niemand im Unternehmen einsehen kann.
Die Kostenbremse wirkt früh und leise. Wer für jede zusätzliche Person zahlt, gibt den Zugang an die, die ohnehin überzeugt sind, und lässt den Rest der Belegschaft aussen vor. Budgets sind knapp, und eine Lizenz pro Arbeitsplatz wächst mit jeder Einstellung mit. Wie die Anbieter ihre Lizenzen zuschneiden, steht im Vergleich der KI-Plattformen.
Die Vertrauensbremse verdient einen klaren Namen: Das Misstrauen richtet sich gegen Produkte von jenseits des eigenen Rechtsraums, und es wächst mit der Entfernung. Ein Vertrag mit einem Anbieter auf einem anderen Kontinent lässt sich lesen, aber nicht prüfen. Die Bedingungen können sich ändern, im Streitfall ist ein fremdes Gericht zuständig, und Einblick in den tatsächlichen Betrieb bekommt niemand.
Diese Zurückhaltung ist eine nüchterne Risikoabwägung und kein Ressentiment. Dieselben Unternehmen arbeiten selbstverständlich mit Technik aus aller Welt, nur wollen sie Buchhaltung, Personalakten und Kundendaten nicht in einen Dienst geben, den sie weder einsehen noch verlassen können. Wer den Betrieb selbst übernehmen kann, braucht diesen Vertrauensvorschuss gar nicht.
Souveränität entsteht durch Offenheit, nicht durch Zusicherungen
Vertrauen in eine KI-Plattform lässt sich nicht behaupten, Vertrauen muss prüfbar sein. EU-Cowork steht deshalb vollständig unter MIT-Lizenz. Die Basis ist LibreChat, ein quelloffenes Projekt mit über 40'000 GitHub-Stars, dessen Quellcode heute öffentlich einsehbar ist. Unsere eigenen Erweiterungen erscheinen mit dem Launch ebenfalls unter MIT-Lizenz.
Quelloffen heisst bei EU-Cowork, dass Quellcode, Konfiguration und Datenwege einsehbar sind, auch für Ihre eigene IT oder einen externen Prüfer. Keine Funktionssperre löst sich erst mit einer anderen Lizenz, und kein Teil des Systems läuft als Blackbox mit.
Offenheit bedeutet bei EU-Cowork auch, dass Sie jederzeit gehen können. Dieselbe Software läuft auf eigener Hardware, ab einem Nutzer, ohne Seat-Limit und ohne Branding-Zwang. Wer den Betrieb an uns übergibt, tut das aus Bequemlichkeit, nicht aus technischem Zwang.
Telemetrie ist in EU-Cowork standardmässig ausgeschaltet, und Kundendaten trainieren keine Modelle. Wer selbst hostet, behält alle Inhalte auf eigener Infrastruktur. Die gehostete Variante läuft in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren von Green in Lupfig, Schweiz; die Zertifizierung liegt bei Green, eine eigene Zertifizierung von EU-Cowork ist in Arbeit.
Eine Einschränkung benennen wir offen: Die Websuche leitet Suchanfragen an externe Suchmaschinen weiter, ohne Nutzeridentität. Die Aussage, dass alles in Europa bleibt, gilt für Speicherung und Inferenz, nicht für die Suchanfrage selbst.
Was wir bauen: ein KI-Kollege, der in Europa bleibt
EU-Cowork ist eine browserbasierte KI-Plattform für Unternehmen: Sprachmodelle vieler Anbieter über einen Zugang, in Europa verarbeitet, verbunden mit den Systemen der Firma statt als weiteres isoliertes Chat-Fenster. Dateien wie Excel, Word und PDF entstehen im Chat und lassen sich herunterladen.
Rechte, Kosten und Nachvollziehbarkeit gehören bei EU-Cowork zum Produkt und nicht in ein Zusatzpaket. Die Anbindung an das ERP läuft über das MCP-Gateway, das Berechtigungen bis auf einzelne Werkzeuge durchsetzt: Rechnungen lesen ja, Löhne nein. Der Verbrauch ist pro Nutzer, Gruppe und Modell sichtbar und lässt sich gegen ein gemeinsames Monatsbudget begrenzen, das bei Erschöpfung weich sperrt, statt still weiterzulaufen.
EU-Cowork befindet sich im Aufbau. Die vollständige Funktionsübersicht steht auf der Startseite, die technischen Details zum eigenen Betrieb auf der Seite Self-Hosting. Der Zugang zur gehosteten Schweizer Instanz läuft heute über die Warteliste.
Technologie allein macht kein Unternehmen KI-fähig
Der meistgenannte Grund gegen KI ist fehlendes Fachwissen, nicht fehlende Software: 70,9 % der EU-Unternehmen, die den Einsatz von KI-Technologien erwogen, sie bisher aber nicht einsetzen, nennen diesen Grund (Eurostat, Erhebung 2025). Zum Angebot der Herr Informatik GmbH gehören deshalb Schulungen und Schulungsunterlagen, die Mitarbeitende vom ersten Prompt bis zu belastbaren Auswertungen führen.
Erste Schritte
Fragen so stellen, dass eine brauchbare Antwort kommt. Texte entwerfen, Dokumente zusammenfassen, Übersetzungen prüfen. Und erkennen, wann eine Antwort einen Beleg braucht.
Im Arbeitsalltag
Wiederkehrende Aufgaben an kuratierte Rollen-Agenten übergeben. Firmenwissen als Wissensbasis nutzen. Websuche mit Quellenangabe für Antworten, die aktuell sein müssen.
Fortgeschritten
Auswertungen aus Rohdaten in Excel erzeugen, Präsentationen in PowerPoint aufbauen, Zahlen aus dem ERP holen, soweit die Rechte der einzelnen Person das zulassen.
Wir schulen Menschen darauf, Ergebnisse zu prüfen, statt ihnen zu vertrauen. Eine Auswertung, die niemand nachrechnen kann, ist kein Fortschritt. Quellenangaben, nachvollziehbare Zwischenschritte und die klar benannten Grenzen des Werkzeugs gehören deshalb in jede Schulung.
Befähigen heisst nicht ersetzen. Die Aufgaben, die eine KI im Unternehmen sinnvoll übernimmt, sind Routine: Zusammenfassen, Formatieren, Vorbereiten, Nachschlagen. Die Entscheidung darüber, was mit dem Ergebnis geschieht, bleibt bei den Mitarbeitenden.
Die Schulungsunterlagen entstehen zusammen mit dem Produkt und wachsen mit jedem Rollout. Umfang und Format stimmen wir mit dem Unternehmen ab, von der Einführung für alle Mitarbeitenden bis zur vertieften Begleitung einzelner Teams.
Hinter EU-Cowork steht die Herr Informatik GmbH
EU-Cowork ist ein Produkt der Herr Informatik GmbH, Klosterzelgstrasse 1a, 5210 Windisch, Schweiz. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Kantons Aargau eingetragen, UID CHE-112.168.836. Geschäftsführung: Naveein Theivendran und Josip Corković. Kontakt: info@herr-informatik.ch.
Herr Informatik ist ein Schweizer IT-Dienstleister und betreut Unternehmen im Tagesgeschäft: Infrastruktur, Betrieb, Support. Aus dieser Arbeit ist EU-Cowork entstanden, und aus ihr stammen auch die Anforderungen. Was ein Betrieb wirklich braucht, zeigt sich im Support-Ticket und nicht in einer Produktpräsentation.
EU-Cowork ist der Arbeitstitel des Produkts. Produktbezogene Angaben können sich bis zum Launch noch ändern. Alle Angaben zum Anbieter stehen im Impressum.
Sechs Prinzipien, an denen Sie uns messen können
Sechs Prinzipien gelten für Produkt, Dokumentation und Kommunikation von EU-Cowork: quelloffen, kein Lock-in, Fakten statt Adjektive, ehrlich über den Stand, datensparsam ab Werk, nachvollziehbar. Sie sind bewusst so formuliert, dass ein Verstoss auffällt und benannt werden kann.
| Prinzip | Was das konkret bedeutet |
|---|---|
| Quelloffen | MIT-Lizenz, dünner Fork von LibreChat. Quellcode und Konfiguration sind prüfbar. |
| Kein Lock-in | Self-Hosting ab einem Nutzer, ohne Seat-Limit und ohne Branding-Zwang. Inhalte und Konfiguration sind exportierbar. |
| Fakten statt Adjektive | Jede Aussage mit Zahl, Quelle oder Beleg. Keine Testimonials, keine Benchmarks ohne Grundlage. |
| Ehrlich über den Stand | Was noch nicht steht, wird im Satz selbst als in Arbeit oder geplant gekennzeichnet. |
| Datensparsam ab Werk | Telemetrie standardmässig aus, kein Tracking ohne aktive Zustimmung, keine Modelltrainings mit Kundendaten. |
| Nachvollziehbar | Jeder Werkzeugaufruf, jede Admin-Aktion und jeder Login wird protokolliert und ist exportierbar. |
Was heute steht und was noch nicht
EU-Cowork befindet sich im Aufbau, und wir schreiben aus, was das heisst. Verfügbar sind heute der Betrieb auf eigener Infrastruktur, die Anmeldung zur gehosteten Schweizer Instanz über die Warteliste, die Nutzung als installierbare PWA sowie eine einstellbare Aufbewahrungsdauer samt Export und Löschung einzelner Nutzerkonten.
- In Arbeit: die Veröffentlichung unserer eigenen Erweiterungen unter MIT-Lizenz zum Launch, die eigene ISO-27001-Zertifizierung von EU-Cowork sowie der allgemeine Rollout des Outlook-Add-ins, das heute in Beta intern läuft, und das Excel-Add-in.
- In Arbeit: TOMs-Dokument, Hosting-Faktenblatt, No-Training-Statement sowie Audit- und Zugriffskonzept.
- Geplant: native Apps für iOS und Android, SCIM-Provisioning, ein Egress-Proxy mit Freigabeliste für die Code-Ausführung und die gehärtete Sandbox-Isolation.
Was uns antreibt: das Potenzial europäischer Unternehmen
Uns treibt an, was in europäischen Unternehmen ohnehin schon steckt. Dort sitzt dasselbe Wissen wie überall, und dieselben Aufgaben liessen sich mit KI schneller erledigen. Bisher fehlt vor allem ein Werkzeug, dem diese Unternehmen ihre Daten anvertrauen wollen. Solange diese Lücke offen bleibt, entsteht der Produktivitätsgewinn woanders.
Selbstbestimmt KI nutzen heisst, dass die Firma entscheidet: welche Daten das Haus verlassen, wer welches System sehen darf und wann der Anbieter gewechselt wird. Weil die Lizenz nicht an der Zahl der Arbeitsplätze hängt, kann ein Unternehmen alle Mitarbeitenden ausstatten statt nur eine Auswahl. Wer alle befähigt, bekommt auch von allen Ideen zurück.
Wer seine Leute befähigt und dabei die Kontrolle über Daten und Kosten behält, muss zwischen Fortschritt und Vorsicht nicht wählen. Genau dafür bauen wir EU-Cowork.
Prüfen Sie uns dabei. Die Zahlen auf dieser Seite sind verlinkt, die sechs Prinzipien oben sind so geschrieben, dass ein Verstoss auffällt, und wenn Ihnen etwas davon nicht stimmig erscheint, schreiben Sie uns an info@herr-informatik.ch. Wir korrigieren lieber eine Aussage, als sie zu verteidigen.
Häufige Fragen
Ist EU-Cowork wirklich vollständig quelloffen?
Ja. EU-Cowork steht unter MIT-Lizenz und ist ein dünner Fork von LibreChat. Sie können den Quellcode prüfen, die Software auf eigener Infrastruktur betreiben und sie verändern. Es gibt kein Seat-Limit, keinen Branding-Zwang und keine Funktionssperre, die sich erst mit einer anderen Lizenz löst.
Gehören Schulungen zum Angebot oder muss sich das jede Firma selbst beibringen?
Schulungen und Schulungsunterlagen gehören zum Angebot der Herr Informatik GmbH. Sie reichen von der Einführung für alle Mitarbeitenden bis zur vertieften Begleitung einzelner Teams, vom ersten Prompt bis zu Auswertungen in Excel und Präsentationen in PowerPoint. Umfang und Format werden mit dem Unternehmen abgestimmt.
Kann ich EU-Cowork heute schon einsetzen?
EU-Cowork befindet sich im Aufbau. Wer selbst hostet, kann die quelloffene Plattform bereits auf eigener Infrastruktur betreiben. Der Zugang zur gehosteten Schweizer Instanz läuft über die Warteliste. Eine eigene ISO-27001-Zertifizierung von EU-Cowork ist in Arbeit, native Apps für iOS und Android sind geplant.
Frühen Zugang sichern
Wer auf der Warteliste steht, erhält den Zugang zur gehosteten Schweizer Instanz zuerst und prägt mit, in welche Richtung EU-Cowork wächst.
Zuletzt geprüft: August 2026